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Aus Indien

Il Mezzaro entstand aus der Liebe zu handbedruckten Baumwollstoffen und der Begegnung mit den alten Textiltraditionen Indiens, die durch jahrelange Reisen über den Subkontinent entdeckt wurden.

Seit über 25 Jahren betreibt unsere Familie ein Geschäft im Herzen Roms, in der Viale Parioli 21, wo wir jeden Tag diese Leidenschaft durch Stoffe, Vorhänge und Kleidungsstücke zum Ausdruck bringen, die italienisches Design mit indischer Handwerkskunst verbinden.

Jedes einzelne Stück unserer Kollektionen – Mezzari, Tischdecken, Vorhänge, Kaftane, Kimonos, Tagesdecken – ist das Ergebnis eines fortlaufenden Dialogs zwischen zwei Kulturen: italienischer ästhetischer Sensibilität und der jahrhundertealten Weisheit der indischen Blockdruckkünstler.

Dattelpalmen

Mezzaro: ein Wort, das Jahrhunderte Geschichte erzählt

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Das Wort „Mezzaro“ – das über die Handelsrouten des Mittelmeers aus dem Arabischen mi'zar (Schleier, Bedeckung) in den genuesischen Dialekt gelangte – bezeichnet ein großes dekoratives Tuch, das seit dem 18. Jahrhundert von aristokratischen ligurischen Familien als Schal, Tagesdecke, Festumhang, Sofabezug oder Tischdecke für besondere Anlässe verwendet wurde.

Seine Wurzeln liegen im Handel zwischen dem Mittelmeerraum und dem Osten: Genuesische Kaufleute importierten die berühmten Palampores aus Indien, große, bemalte oder handbedruckte Stoffe mit naturalistischen Motiven. Die Faszination für diese leuchtenden Farben und die reichhaltigen, symbolträchtigen Designs – allen voran der Lebensbaum – inspirierte genuesische Kunsthandwerker des 18. Jahrhunderts zur Herstellung lokaler Versionen, woraus der Mezzaro, wie wir ihn heute kennen, entstand.

Ein Mezzaro ist mehr als nur ein Stoff: Er erzählt die Geschichte von Kulturaustausch, Handelsrouten und künstlerischer Neuinterpretation. In Genua trugen ihn Damen jener Zeit als Kopfschleier, doch in Italien und Europa prägte der Mezzaro auch die Inneneinrichtung maßgeblich, indem die ursprünglichen Motive dem Geschmack der Kundschaft angepasst wurden. Noch heute werden Mezzaro in Indien mit traditionellen Drucktechniken und handgelegten Holzblöcken hergestellt. Das Motiv des Lebensbaums – ein Baum, der aus einem blühenden Hügel wächst und sich zu einem üppigen Gewirr aus Blüten und Blättern verzweigt – ist das zentrale Thema des klassischen Mezzaro, ein Symbol für Freude und Fülle, und bildet bis heute das Leitmotiv unserer Kollektionen.

 

Mehr dazu im Blog: Die Geschichte des Wortes Mezzaro

Indien: Die Baumwolle, die Europa veränderte

Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert lösten bedruckte oder handbemalte Baumwollstoffe aus Indien – in Europa als Indienne bezeichnet – eine wahre Revolution des Geschmacks aus.

Ursprünglich als „gewöhnlich“ angesehen und für Tagesdecken oder zur Kleidung der unteren Gesellschaftsschichten verwendet, wurden sie schnell zur Tracht der Damen des Standes. Daniel Defoe schrieb 1708, dass Chintzstoffe „vom Boden bis zu den Schultern, von Fußtüchern bis zu Unterröcken“ gelangt seien.

Ihr Reiz lag in der Leuchtkraft und Intensität ihrer Farben, Eigenschaften, die europäische Farbstoffe jener Zeit nicht erreichen konnten. Die ersten Exemplare gelangten auf Schiffen, die hauptsächlich Gewürze transportierten, nach Europa. Diese Reisen führten zu einer kulturellen Verschmelzung, die Hersteller auf dem gesamten Kontinent inspirierte – und in Genua die Entstehung von Mezzaro ermöglichte.

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Blockdruck: Die Kunst des Handdrucks

In Indien sind Handweberei und Handdruck nicht nur Techniken, sondern eine Philosophie. Jede Geste des Kunsthandwerkers ist Wiederholung, Meditation und ein Dialog mit dem Stoff.

Heutzutage hat die Massenproduktion bei stetig sinkenden Kosten die Herstellung handbedruckter Stoffe – abgesehen von wenigen Kunsthandwerkern – zu einem Relikt der Vergangenheit werden lassen. Glücklicherweise sind in Indien trotz der modernen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung die handwerklichen Traditionen, eng verbunden mit einer Lebensphilosophie, weiterhin fest im sozialen Leben verankert und widerstehen so Wandel und Globalisierung.

Auch heute noch stellen Kunsthandwerker in einigen Dörfern Rajasthans und Gujarats unsere Stoffe mit der jahrhundertealten Technik des Blockdrucks her. Der Prozess ist rein manuell und erfordert monatelange Arbeit, selbst für ein einziges komplexes Muster.

Platane

Die Verarbeitungsstufen

 

1. Blockschnitzerei – Meisterschnitzer schnitzen Blöcke aus Teakholz (einen Block für jede Farbe des Musters) und reproduzieren dabei jedes noch so kleine Detail des Designs von Hand.

 

2. Stoffvorbereitung — Natürliche Baumwolle wird gewaschen, gebleicht und auf langen, gepolsterten Drucktischen ausgelegt.

 

3. Manueller Druck – Der Kunsthandwerker taucht den Farbblock in die natürliche Farbe und druckt sie auf den Stoff. Diesen Vorgang wiederholt er tausende Male mit absoluter Präzision. Jede Farbe erfordert einen anderen Farbblock und einen separaten Farbauftrag.

 

4. Fixierung und Fertigstellung – Der Stoff wird an der Sonne getrocknet, mit Naturfarben fixiert und abschließend von Hand mit passenden Kordeln oder bedruckten Kanten versehen. Die kleinen Unregelmäßigkeiten, die gelegentlich auf unseren Stoffen auftreten, sind keine Mängel: Sie sind das Markenzeichen authentischer Handwerkskunst und die Garantie dafür, dass jedes Stück ein echtes Unikat ist.

 

Mehr dazu im Blog: Indien: Die Philosophie des Webens

Seit über 25 Jahren in Rom

Alles begann mit der Liebe unserer Eltern zu handbedruckten Baumwollstoffen und ihrem Wunsch, die authentische Schönheit indischer Textilkunst nach Italien zu bringen. Unsere Leidenschaft für bedruckte Baumwollstoffe wurzelt in der Begegnung mit den alten Traditionen des Stoffdrucks – dem Handblockdruck –, die wir auf zahlreichen Reisen in den Osten und insbesondere nach Indien kennenlernten.

Mehr als 25 Jahre sind seit dieser ersten Reise vergangen, in deren Verlauf wir vertrauensvolle Beziehungen zu Meisterhandwerkern aufgebaut, Ideen und Projekte mit ihnen ausgetauscht und gelernt haben, jedes Detail ihrer Kunst zu erkennen.

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Heute ist unser Geschäft in der Viale Parioli 21 in Rom der Treffpunkt zweier Welten: der traditionellen indischen Welt, in der jedes Stück in Handarbeit mit Holzblöcken bedruckt wird, und der italienischen Welt, in der jede Kollektion elegant in moderne Wohnräume integriert wird. Jedes Mezzaro, jede Tischdecke, jeder Kaftan, den Sie im Geschäft oder auf unserer Website finden, ist das Ergebnis einer Reise: Sie beginnt als Idee in Rom, nimmt in Indien Gestalt an und kehrt schließlich nach Italien zurück, um an diejenigen geliefert zu werden, die sie zu schätzen wissen.

Mogulblume

Das Mezzaro
Viale Parioli 21, Rom 00197

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